Besuch im Ausbildungszentrum für Hund & Mensch des DATB e.V. am 29. August 2018

5 Fragen an Annette
12. Juli 2018
Persönlichkeitsseminar am 17. November 2018
24. Februar 2019
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Als Fünfergruppe hatten wir an diesem heißen Sommertag die Möglichkeit, den Deutschen Ausbildungsverein für Therapie- und Behindertenbegleithunde e.V und seine Arbeit näher kennenzulernen.

Begleitet und geleitet wurde unser Besuch von Claudia Pöschl und Claudia Bösl (mehr unter http://www.davtb.de/verein/ ), und den beiden Hunden Minya und “Tammi” Tamayo.

Der Verein bietet eine qualitativ hochwertige Ausbildung für Therapiebegleithunde-Teams an. Wichtig ist hierbei der Begriff “Team”, denn es handelt sich immer um einen Hund, der gemeinsam mit seinem Begleithundeführer die Prüfung ablegt. Beide sind dann qualifiziert dafür, zusammen in den verschiedensten sozialen Bereichen tätig zu sein.

Hierzu gehört die Arbeit mit körperbehinderten Kindern in der Schule, wie sie unser Vorstandsmitglied Anja mit ihrer Hündin nach der Ausbildung plant ebenso, wie die Arbeit mit straffällig gewordenen Jugendlichen, die Begleitung autistischer Kinder sowie Hundebesuche bei Senioren, welche motiviert werden ihre Fingerfertigkeiten beim Öffnen verschiedener Leckerli-Beutel zu trainieren.

Eines steht auf jeden Fall fest: Die Therapiebegleithunde schenken Freude und motivieren zur Teilnahme am Leben und an der Therapie – unabhängig von der körperlichen und psychischen Ausgangssituation der Betroffenen.

Davor steht jedoch eine Menge Arbeit für Therapiebegleithunde und -führer. Die grundsätzliche gute Kommunikation zwischen Mensch und Hund, sowie eine bestimmte Frustrationstoleranz des Hundes, sind entscheidende Aufnahmekriterien für die Ausbildung. Der DATB e.V. setzt sich für Mindeststandards in der Ausbildung ein, denn von Mensch und Tier wird im späteren Alltag viel verlangt. Bemerkenswert hierbei ist, dass die Hunde lernen, sich stark zurückzunehmen. Egal ob eine etwas zu heftige Umarmung durch einen Fremden oder ein Mensch mit Angst vor Hunden – der Hund muss sich an seinem Begleithundeführer orientieren, ruhig bleiben und dabei nie von selbst nach vorne in Richtung Therapieteilnehmer gehen; die Möglichkeit zum Rückzug steht ihm jedoch immer offen.

Von der Arbeit zum Vergnügen: Mantrailing!

Auch diese tolle Hundesportart konnten wir uns genauer ansehen und erklären lassen. Als Training für Personenspürhunde gedacht, geht es hierbei darum, dass der Hund seine hervorragende Fähigkeit, Duftmoleküle wahrzunehmen nutzen darf. Claudia Bösl erklärte uns, worauf es ankommt: Während Minya auf die Geländesuche spezialisiert ist – das heißt ohne Leine ein bestimmtes Gebiet selbstständig zu durchstreifen – durfte Tammi seine Künste an einer langen Suchleine demonstrieren und Anjas Spur in den Wald folgen. Spürhund Tammi machte sich mit Begeisterung ans Werk und beeilte sich, Anja im Unterholz mit beeindruckender Sicherheit aufzuspüren. Durch das Erfolgserlebnis und eine Belohnung wird die Spürarbeit beim Hund positiv verankert, sodass das Mantrailing für Hund und Halter zum sportlichen Vergnügen wird.

Der Tag brachte uns eine geballte Ladung neuen Wissens. Wir lernten beispielsweise, dass Hunde mindestens zwei Wochen, nachdem eine Person einen Weg genommen hat, die Duftspur verfolgen können – bei guten Wetterbedingungen (kühl und trocken) auch schon mal 4 Wochen. Über den Tag hinweg ging Claudia Pöschl auf alle möglichen Aspekte des Hunde- und Begleithundetrainings, Hundeverhaltens und der Hundezucht ein und beeindruckte uns mit ihrer ruhigen Sachlichkeit und ihrem reichen Erfahrungsschatz.

Danke an Claudia & Claudia für den herzlichen Empfang – wir hoffen auf einen erneuten Besuch bei euch bei kühleren Temperaturen!